9. Fontane Rallye 2006

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Ehrentafel ( Sieger 2006 )

1. Guido Imhoff / Sebastian Walker – VW

2. Wolfgang Meierholz / Detlef Schumann – Mitsubishi

3. Patrick Schmidt / Andre Marecki – BMW 

     

 

Imhoffs Sieg über die Allradler – Rallye-Magazin

Quelle: www.rallye-magazin.de

Die ADAC-Fontane-Rallye Neuruppin, dritter Lauf der DMSB-Challenge, erlebt einen unerwarteten, aber hoch verdienten Sieg von Guido Imhoff und Sebastian Walker.

Die beiden Niedersachsen holen sich im VW Golf Kit Car zwei Bestzeiten, erlauben sich bei schwierigen (weil schmierigen) Bedingungen keinen Fehler und erreichen das Ziel mit fast einer Minute Vorsprung auf die Konkurrenz.

Die Fontane-Rallye hat im zweiten Asphalt-Jahr nach sieben Ausgaben auf Sand und Schotter das Challenge-Prädikat erhalten. Nur zwei verschiedene Prüfungen, die dreimal zu absolvieren sind, entsprechen nicht gerade der Zielsetzung einer Rallye 200 Plus, aber immerhin ist die Sprintprüfung von Gottberg nach Werder sehr herausfordernd und abwechslungsreich. Nach vielen Kurven und Kuppen zu Beginn folgt eine lange Ortsdurchfahrt in Werder mit mehrmaligem Belagwechsel. Der Rundkurs durch Lichtenberg besticht durch eine attraktive Zuschauerzone mitten im Ort mit Parkplatz, satter Verpflegung und Streckenreportage. Das neue Rallyezentrum in Neuruppin erfüllt die Erwartungen.

Petrus meint es nicht gut, ein kräftiger Landregen bedeckt den Asphalt mit Pfützen, alle Kurven sind vom Cutten schmierig, die beiden kurzen Sandwege in der Sprintprüfung matschig. Ideale Bedingungen für die Allradler – sollte man meinen. Der hohe Favorit Frank Richert fährt auf dem ersten Sprint zwar Bestzeit, aber er muss sich die Bestzeit teilen mit Guido Imhoff im frontgetriebenen Golf. Auf dem Rundkurs kann sich der Berliner Cossie-Pilot zwar um 12 Sekunden von Imhoff absetzen. Aber ein Ausritt auf WP 3 kostet außer einer lädierten Front so viel Zeit, dass der niedersächsische Golf-Treter mit zwei Zehntel in Führung geht. Richert kann auf dem Rundkurs erneut kontern, doch als er an einer Kante gleich zwei Reifen aufschlitzt, beendet er die Fontane-Rallye vorzeitig.

Vorjahressieger Wolfgang Meierholz leistet sich mit seinem Mitsubishi Lancer gleich auf dem ersten Sprint einen seiner sehr seltenen Ausrutscher und büßt 40 Sekunden ein. Das reicht immerhin noch zum Ehrenplatz, aber zum Sieg hätte es auch ohne den Ausritt nicht gereicht. Max Menz liegt beim Debüt im Leih-Mitsubishi von Wallenwein um Platz 5 herum, ehe er nach WP 4 Geräusche im Antrieb vernimmt und den Lancer vorsichtshalber abstellt. Klaus Schwantes im Subaru Legacy 4×4 hat den sicheren Sieg in der Gruppe G vor Augen, als er vor der letzten Prüfung mit gebrochenem Motorlager ausrollt – ein Debakel für die Allradler!

Hinter Imhoff und Meierholz klafft eine große Lücke. Den dritten Platz auf dem Podium sichert sich mit extremen Drifts – sehr zur Freude der zahlreichen Fans in den Zuschauerzonen – der Sachse Patrick Schmidt im Cup-BMW 318is, der die Schlussattacke seines Driftkollegen Axel Schütt um zehn Sekunden abwehren kann. Der Holsteiner hat aber größere Sorgen, denn sein fast 30 Jahre alter Escort verbraucht über sechs Liter Wasser. Golf-Pilot Ricky Wolff strahlt über Rang 5, das beste Resultat seiner Karriere.

Niklas Birr beendet sein Debüt im 3-Liter-BMW zwar mit dem Klassensieg (als bester Volvo-Fahrer liegt Kay Riemer 2:18 Minuten zurück) und Rang 7, doch hat er bis zur Sachsen-Rallye nächste Woche noch einige Fahrwerksprobleme an dem 1400 kg schweren Kraftpaket zu lösen. Drei Fahrzeuge aus der 1300er-Klasse schaffen den Sprung unter die Top Ten. Carsten Wiegand knüpft im Nissan Micra an seine großen Micra-Erfolge von 2003 an, aber auch Uwe Joachim (Opel Kadett) und Wieland Unnasch (Nissan Micra) beweisen, wie weit man einen „Kleinen“ mit beherzter Fahrweise nach vorn treiben kann. Zum gleichen Thema: Martin Christ gewinnt zum dritten Mal in dieser Saison die Trabant-Klasse.

Ergebnis ADAC-Fontane-Rallye Neuruppin

01. Imhoff/Walker, VW Golf III Kit Car, H13, 31:10 Minuten

02. Meierholz/Schumann, Mitsubishi Lancer E6, N5, + 55 Sek.

03. Schmidt/Marecki, BMW 318is, N3, + 2:09 Min.

04. Schütt/Finke, Ford Escort RS 2000, H13, + 2:20 Min.

05. Wolff/Klemke, VW Golf GTI 16V, H13, + 2:50 Min.

06. Wiegand/Bürger, Nissan Micra 1.3 Kit, H11, + 3:29 Min.

07. Birr/Söbke, BMW M 3 3.0, N4, + 3:40 Min.

08. Joachim/Miething, Opel Kadett E 1.3, H11, + 3:55 Min.

09. Geßner/Dorn, VW Golf GTI 16V, H13, + 4:15 Min.

10. Unnasch/Finger, Nissan Micra 1.3 Kit, H11, + 4:27 Min.

Vorbericht – Fontane: Meierholz vs. Richert – Rallye-Magazin

Quelle: www.rallye-magazin.de

Mit der ADAC-Fontane-Rallye in Neuruppin – auf halbem Wege zwischen Berlin und Hamburg – steigt am Samstag der 3. Lauf zur Rallye-Challenge in der Nordregion.

Nach dem Wechsel von Schotter auf Asphalt ist (fast) alles neu: Rallyezentrum, Format und Wertungsprüfungen. Vorjahressieger Wolfgang Meierholz führt mit seinem Mitsubishi Lancer die Starterliste an. Der Routinier aus der Prignitz freut sich auf sein Heimspiel: „Bisher habe ich alle acht Fontane-Rallyes mitgemacht und stand immer auf dem Treppchen.“

Aber der Favorit sitzt ihm im Nacken: Frank Richert wird die Nummer 2 auf seinen roten Ford Escort kleben. Der Berliner brennt darauf, den frühen Ausfall von 2005 vergessen zu machen. Mit einem Wallenwein-Lancer gibt der Wittenberger Max Menz sein Allrad-Debüt.

Bei den „Zweiradlern“ wird ein Duell zwischen dem früheren Schotter-Cup-Sieger Guido Imhoff (Golf Kit Car) und dem Sprint-Spezialisten Frank Reimann (Golf II) erwartet. Gejagt werden sie unter anderem von drei BMW M 3 mit dem Flensburger Timo Grätsch an der Spitze. Niklas Birr präsentiert erstmals seinen 3-Liter-M3 in der Gruppe F2005, der noch von einem Serienmotor angetrieben wird. Insgesamt sind 66 Fahrzeuge angemeldet, darunter vier Volvo und elf Trabant.

Das Konzept der Fontane-Rallye ist extrem kompakt, es gibt nur zwei verschiedene Wertungsprüfungen: eine Sprintprüfung im Westen und ein Rundkurs im Osten von Neuruppin. Zwischen den drei Durchgängen steuern die Teams das Rallyezentrum mitten in Neuruppin (Sportcenter+Hotel, Trenckmannstraße) an; nach der ersten Schleife ist Service erlaubt, weil die Fontane-Rallye als Rallye 200 Plus ausgetragen wird.

Rallye-Chef Jörg Litfin: „Die kompakte Rallye erlaubt den Fans, das Feld dreimal komplett zu sehen. Zwischen den drei Durchgängen reicht die Zeit zum Umsetzen.“ Die Fontane-Rallye übernimmt das Zuschauer-Leitsystem von der Gravellandrallye. Gelbe Spectator-Pfeile führen zum Rallyezentrum mitten in Neuruppin, pinkfarbene Pfeile leiten die Fans zu den Zuschauerzonen. „Einen kleinen Unterschied gibt es aber,“ betont Litfin, „alle Zonen liegen in Ortsdurchfahrten, für Essen und Trinken ist überall gesorgt!“

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