5.Fontane Rallye 2002

 

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Kein_Bild Ehrentafel ( Sieger 2002 )

1. Wolgang Meierholz / Uwe Lehmann – Mitsubishi

2. Dirk Richter / Daniel TietzeFord

3. Ralf Reimann / Steve Herrmann – Subaru

     

 

Fontane-Sieg für Wolfgang Meierholz

 

Nach dem turbulenten Auftakt mitten in Neuruppin übernahmen die Favoriten bei der ADAC-Fontane-Rallye das Kommando, als es im Ruppiner Umland auf die harten Sand- und Schotterpisten ging. Vorjahressieger Frank Richert zeigte trotz seines Beinbruchs mit einer Bestzeit in der Stöffin-Prüfung sein Können, musste aber seinen Ford Escort Cosworth nach der dritten Prüfung abstellen, weil er mit dem Heck an einem Baum angeschlagen hatte. Daraufhin übernahm sein Clubkamerad Wolfgang Meierholz die Führung – beide gehören dem Veranstalter-Club an, der Ruppiner Rennsportgemeinschaft. Der Dresdener Dirk Richter, Schnellster auf den Betonplatten-wegen von Herzberg nach Rüthnick, und Ralf Reimann aus Zerbst blieben allerdings bis zur Pause in Schlagdistanz.

 

Das strahlende Sommerwetter schlug am Nachmittag heftig um. Während die meisten Teams in Rüthnick an der Schrotmühle in guter Stimmung die Halbzeitpause genossen, öffnete der Himmel alle Schleusen und jagte Fahrer und Fans ins Innere der ehemaligen Lagerscheune, in der sonst Musik- und Dorffeste stattfinden.

 

Die zweite Runde um Neuruppin forderte den Fahrern alles ab. Der Regen hatte die Asphaltwege in pfützenübersäte Rutschbahnen verwandelt, die Sandwege vom Vormittag zeigten sich am Nachmittag stellenweise als Schlammpisten. Die Prüfung bei Wulkow musste sogar abgebrochen werden, nachdem sich ein Team im Schlamm festgefahren und die Strecke blockiert hatte.

 

Der Routinier Wolfgang Meierholz, ein 52-jähriger Heizungsbau-Ingenieur aus Wittenberge, und sein Copilot Uwe Lehmann aus Sachsen behaupteten die Führung und bauten sie noch aus. Im Ziel hatten sie einen Vorsprung von über 41 Sekunden auf die Verfolger Dirk Richter und Daniel Tietze aus Dresden im Ford Escort Cosworth, weitere 17 Sekunden zurück landeten die Zerbster Ralf Reimann und Steve Herrmann (Subaru Impreza) auf dem dritten Rang.

 

Mit einem sensationellen vierten Platz sorgten Jochen Walther und Peter Poslednik für ein hervorragendes Resultat für den neuen Volvo-Original-Cup. Walther, der diese Serie nach schwedischem Vorbild nach Deutschland importiert hat, wuchtete den langen und schweren Volvo 744 ohne Allrad und ohne Turbo-Power über die rutschigen Pisten. Der Landwirt aus Hohen Luckow bei Rostock glänzte mit der schnellsten Zeit auf der Wulkow-Prüfung, der härtesten der gesamten Rallye.

 

Eine ebenso grandiose Leistung zeigte Uwe Joachim. Der junge Installateur aus Wittenberg prügelte seinen Opel Kadett mit nur 1300 cm³ und rund 120 PS gnadenlos über die Pisten und schlug seinen Klassenkonkurrenten Carsten Wiegand im Nissan Micra knapp. Beide „Kleinwagen“ ließen alle hubraum- und PS-stärkeren Fronttriebler hinter sich, darunter den Rallye-Challenge-Gewinner Klaus Teichmann, der sich mit dem Sieg in der 2-Liter-Klasse trösten konnte.

 

Kein Glück hatten die Neuruppiner Lokalmatadoren mit ihren grünen Rennpappen: Sowohl Jan Gantikow als auch Marek Zahn mussten wegen technischer Defekten an ihren Trabant vorzeitig die Segel streichen. Martin und Danilo Christ entschieden die Trabi-Wertung somit überlegen zu ihren Gunsten. Bei der Siegerehrung in der Neuruppiner OSZ-Aula erhielten Jörg Litfin und seine Helfer von der Ruppiner RSG starken Beifall für die engagierte Organisation der 5. ADAC-Fontane-Rallye.

Vollständige Ergebnisse unter www.rallye-pokal.de oder unter www.ruppiner-rsg.de im Internet.

Weitere Informationen über Alfred Gorny, Telefon 0171 – 472 48 32.

Toller Auftakt auf dem Stadtrundkurs Neuruppin

 

Strahlender Sonnenschein, eine große Zahl begeisterter Zuschauer und jede Menge „Action“ – so erlebten rund 3000 Zuschauer in Neuruppin die erste von sieben Wertungsprüfungen rund um die Pfarrkirche mitten in der Neuruppiner Innenstadt.

An der Spitze des Feldes fuhren die allradgetriebenen Favoriten mit ihren fast 300 PS starken Rallye-Boliden. „Es war jede Menge Staub und Dreck auf dem Pflaster, ich habe fast nur quer gestanden,“ berichtete Ralf Reimann aus Zerbst. „Aber es unheimlich Spaß gemacht!“ Auch die Zuschauer hatten ihr Vergnügen an den Drifts. Aber wer quer fährt, ist nicht optiml schnell – diese Rallyefahrer-Weisheit bewahrheitete sich beim Blick auf die Stoppuhren. Denn die Zeiten der Favoriten wurden im Verlauf der Wertungsprüfung von den Nachfolgenden unterboten.

Der Staub wurde auf der Ideallinie weggewirbelt, der Pflastergrund wurde von Viertelstunde zu Viertelstunde griffiger. Mit Startnummer 39 erwischte der Thüringer Landwirt Torsten Binder sehr gute Bedingungen; mit seinem 190 PS starken Honda Civic tobte er sehr schnell um den Kurs, erwischte die Strohballenschikanen optimal und verbesserte die bis dahin schnellste Zeit von Wolfgang Meierholz um eine Zehntelsekunde. Damit gehörte ihm die Bestzeit und die vorläufige Spitze bei der fünften Ausgabe der ADAC-Fontane-Rallye.

Hervorragende Zeiten auch die nur 1300 cm³ großen Nissan Micra, mit zehn Teams ein starker Markenpokal. Der routinierte Carsten Wiegand, aktueller Spitzenreiter im Nissan Micra Cup, setzte sich sofort gegen die Konkurrenten durch und schaffte mit nur 115 PS die insgesamt drittschnellste Zeit auf dem Rundkurs. Seinem härtesten Widersacher wurden die Bordsteine des Stadtrundkurses zum Verhängnis. Ronny Teichmann, der Cup-Sieger von 1999, prallte vor dem alten Landratsamt gegen den hohen Bordstein, riß das rechte Vorderrad ab und blieb in der Schikane liegen.

Zum Abschluss des Feldes sorgten die 18 Zweitakt-Trabant für Sound und Furore. An der Spitze jagten sich der Lüneburger Aufsteiger Martin Christ und der Linower Lokalmatador Jan Gantikow, im vergangenen Jahr bester Trabi-Fahrer Deutschlands, im direkten Duell auf der letzten Rille um den Rundkurs. Nach knapp fünf Runden blieben die Stoppuhren mit nur zwei Zehntelsekunden Abstand stehen, Martin Christ hatte die Trabi-Schnauze ganz knapp vor. Sensationell die Gesamtplatzierungen der beiden 60 PS starken Trabis: Christ schaffte Platz 4, Gantikow Platz 6 – mit Vorjahressieger Frank Richert im Ford Escort Cosworth dazwischen auf Platz 5!

Nach Beendigung des Stadtrundkurses strömten die Zuschauer zu den sechs Wertungsprüfungen über asphaltierte und sandige Wirtschaftswege ins Ruppiner Umland

Rekordfeld bei der Fontane-Rallye

Rallyeleiter Jörg Litfin aus Neuruppin strahlt: „106 Anmeldungen haben wir für unsere Fontane-Rallye erhalten. Damit setzt sich unser Aufwärtstrend fort. Seit der ersten Fontane-Rallye im Jahr 1998 hat sich die Teilnehmerzahl ständig erhöht.“ Vor drei Monaten sah Litfins Miene deutlich weniger zufrieden aus: „Die Strecken bei Linow, den den Charakter unserer Fontane-Rallye geprägt haben, wurden wegen neuer Naturschutzprojekte nicht genehmigt. Wir haben mit allen Behörden offene Gespräche geführt; dabei sind zwei neue Prüfungen bei Stöffin und bei Herzberg gefunden worden,“ erklärt Jörg Litfin, der auch Vorsitzender der Ruppiner Rennsportgemeinschaft ist, die die ADAC-Fontane-Rallye organisiert. Mit der neuen Prüfung zwischen Herzberg und Rüthnick verlagert sich die Halbzeitpause von Linow nach Rüthnick (Samstag ab 13.45 Uhr).

Während die sportliche Entscheidung auf den drei verschiedenen Prüfung im Landkreis Ostprignitz-Ruppin, die je zweimal zu absolvieren sind, fallen wird, konzentriert sich das Interesse der Zuschauer auf den Stadtrundkurs in der Neuruppiner Innenstadt. „Am Samstagmorgen werden wir mit dem Aufbau der Strecke beginnen,“ berichtet Organisationsleiter Thomas Kücken. Zahlreiche Container und einige hundert Meter Bauzaun sorgen für die Sicherheit der Teilnehmer und der Zuschauer. Ab 12.00 Uhr werden dann die Teams fünf Runden um die Pfarrnkirche drehen. Da immer drei bis vier Fahrzeuge auf dem 800-Meter-Kurs gleichzeitig fahren, kommt es immer wieder zu spannenden Rad-an-Rad-Kämpfen. „Der Neuruppiner Stadtkurs ist einmalig in Deutschland,“ erklärt Klaus Portsch, der Observer des Deutschen Motor Sport Bundes, „vor allem bei Nässe oder Regen fordert das Pflaster höchste Konzentration von den Rallyefahrern.“ Der Busbahnhof wird ab 9.00 Uhr verlegt. „Eine Stunde nach dem letzten Teilnehmer wollen wir alles abgebaut haben und die Straßen wieder frei geben,“ kündigt Thomas Kücken an.

Die ADAC-Fontane-Rallye zählt – wie schon 2001 – zum DMSB-Rallye-Pokal, zum ostdeutschen ADMV-Pneumant-Pokal, der wichtigsten deutschen Regionalmeisterschaft, und weiteren regionalen Rallye-Serien. Spannenden Sport versprechen die drei Markenpokale: Die flinken Nissan Micra (11 Teams) sind ebenso in Neuruppin bekannt wie die Zweitakt-Trabant (20 Teams) mit dem Lokalmatador und Titelverteidiger Jan Gantikow (Linow) an der Spitze, neu sind die langen und ständig quer fahrenden Volvo 244 (4 Teams) des Volvo-Original-Cups. Neu sind auch die 8 Teams der Fulda-Youngtimer-Trophy, die mit ihren seltenen Fahrzeugen aus den siebziger Jahren, darunter eine Renault Alpine A110, eine Gleichmäßigkeitsprüfung veranstalten.

Fontane-Vorjahressieger Frank Richert wird auch 2002 mit der Startnummer 1 an der Spitze fahren. Nach einem Motorradunfall vor 5 Wochen ist beim Gehen noch auf Krücken angewiesen, will aber unbedingt bei seiner Heimveranstaltung (er ist Mitglied der Ruppiner RSG) seinen über 300 PS starken Ford Escort Cosworth mit Allradantrieb einsetzen. Zu den härtesten Konkurrenten gehört der vielfache Berliner Meister Egon Reimann mit einem gleichartigen Fahrzeug. Als dritter Favorit gilt der Wittenberger Routinier Wolfgang Meierholz; er startet mit einem Mitsubishi Lancer, der nur unwesentlich weniger Pferdestärken unter der Haube hat.

Das Rallyezentrum richtet die Ruppiner Rennsportgemeinschaft wie im Vorjahr im Oberstufen-zentrum Ostprignitz-Ruppin ein an der B 167 zwischen Neuruppin und Alt Ruppin. „Fahrzeug-abnahme, Start. Ziel, Rallyeleitung und Pressebüro – alles haben wir im OSZ untergebracht. Und am Samstagabend wird es eine tolle Rallye-Party und Siegerehrung in der Aula geben,“ verspricht Jörg Litfin den Fans und Fahrern.

Kompletter Zeitplan und kompletter Starterliste unter www.ruppiner-rsg.de im Internet. Presse-Infos über Alfred Gorny, 0171 – 472 48 32, Fax 030 – 853 23 95.

Volvo Original Cup: Stress, Stress, Stress…und eine Gesamtbestzeit – www.rallye-magazin.de

Bei der Fontane-Rallye in Neuruppin gingen erneut die Fahrzeuge des Volvo-Orginal-Cups an den Start. Dabei wurde spektakulärer Motorsport geboten. Ein Bericht…

 

:: Volvo Orginal Cup ::

In Neuruppin wollten also wenigstens vier Volvos an den Start gehen … klappte nicht ganz, drei waren es letztlich. Aber im Gegensatz zu Bindlach gingen auch alle drei erst einmal auf die Strecke. Obwohl es für den einen oder anderen bereits vorher schon richtig eng wurde. Beim Team Schott/Ahnert war mit einmal keine Bremse mehr da und es war nicht mehr viel Zeit bis zum Start. Mit Hilfe des ADAC Junior Cup Teams Prillwitz/ wurden bis zur letzten Sekunde geschraubt und alles wieder in Ordnung gebracht. Also konnte es los gehen.

Erste WP Rundkurs Neuruppin … alles Pflasterstraße und die Volvos reglementbedingt alle auf Schotterreifen, eine sehr rutschige Angelgenheit. Der Kurs wurde zur Freude der Zuschauer mehr oder weniger von den drei Teams quer absolviert. Da ließ sich Marcel Schott auch nicht davon stören, dass er gleich zu Beginn heftigen Kontakt mit einer Bordsteinkannte hatte und sich in einer Schikane drehte. Kurz beruhigt und geschaut, ob ein anderes Fahrzeug in der Nähe ist und dann ging es weiter, quer natürlich.

Bis zum Regrouping verlief alles soweit glatt. Jochen Walther lag mit seinem 740er erwartungsgemäß vorn bei den Volvos vorn und kämpfte mit in den TopTen der Rallye. Zweiter war zu diesem Zeitpunkt das Team Steffensmeier/Tittgen und nach einigen kleinen Fehlern und technischen Defekten Dritter das Team Schott/Ahnert. Nach dem Regrouping änderte sich dann so ziemlich alles, zumindest was das Wetter angeht. Aus Sonne wurde Regen, aus Fahrwegen wurden Fahrrinnen. Das kam den Volvos natürlich entgegen, da eben auf Schotterreifen im Gegensatz zu allen anderen im Feld. Und unter diesen Witterungsbedingungen schaffte Jochen Walther eine kleine Sensation, er war Schnellster. Nicht nur bei den Volvos, sondern auch gesamt. Eine weitere „Sensation“ war das alle drei Autos ins Ziel kamen, denn die kleinen technischen Probleme bei Schott/Ahnert wurden erwachsen und ließen das Fahrzeug rund 18 Minuten auf der sechsten WP parken. Aber irgendwann ging es einfach wieder.

Im Zeil sah es dann so aus, dass die Volvos die Ergebnisliste fast einrahmten. Walther/Poslednik kamen auf einen sehr guten vierten Gesamtrang, Schott/Ahnert auf den letzen und Steffensmeier/Tittgen befanden sich im Mittelfeld.

Der nächste Lauf zum VOC findet am 20.07.2002 bei der Ambergau Rallye statt .

[ra]

 

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